Karateschule für Okinawa Karate, Karate-Do, Karate für Kinder&Jugend

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News 2017

 

Iai-Do- und Kobudo-Lehrgang am 01. April 2017 in Neuffen

Gemäß der Lehrgangsausschreibung war es ein gemischter Teilnehmerkreis, der sich in den Räumen der Karateschule Weitmann am 01. April mit dem Training verschiedener Waffen auseinandersetzte. Kuy-Grade der Unter-, Mittel- und Oberstufe waren ebenso vertreten wie die Träger verschiedener Dan-Grade. Diese Heterogenität sprach einerseits für das große Interesse an Disziplinen der japanischen Kampfkünste, die über die „klassischen“ Unterrichtseinheiten des Karate hinausgehen. Andererseits stellte sie die vor die Herausforderung, den Anfängern Grundlagen verständlich zu vermitteln und den Fortgeschrittenen zugleich neue Perspektiven und Anregungen zu bieten.

Lothar Sieber (10. Dan Jiu-Jitsu, 10. Dan Karate-Do, 7. Dan Iai-Do) tat dies in den ersten eineinhalb Stunden  des Lehrgangs durch ein ausgewogenes Konzept, das die Kunst des Iai-Do (Kunst des Schwertziehens) für Teilnehmer mit wenig oder keiner Erfahrung greifbar machte und ihnen durch markante Übungen die Möglichkeit bot, ein erstes Gespür für die Handhabung des Bokkens und die daraus abgeleiteten Zieh- und Schnitttechniken zu entwickeln. Die Fortgeschrittenen konnten diese Sequenzen wiederum dazu nutzen, um ihre Bewegungen mit dem Katana zu verfeinern. Am Ende standen kombinierte Technikabfolgen, die auch gedrehte Elemente und Aktionen aus einer anfänglichen Rückwärtsbewegung beinhalteten. Sie forderten dazu heraus, das soeben neu Erlernte direkt anzuwenden und im weiterentwickelten Stadium Reaktion sowie die Fertigkeit, das Katana korrekt zu handhaben, zu intensivieren. Auf diese Weise fanden sich alle Teilnehmer in dieser ersten Einheit wieder und  arbeiteten engagiert mit Lothar Sieber, der es verstand, kurzweilig und doch intensiv die Kunst des Iai-Do zu vermitteln.

Harald Weitmann (9. Dan Okinawa-Karate, 6. Dan Kobudo, 4. Dan Iai-Do) gestaltete sein zweistündiges Kobudo-Training von Beginn an dynamisch und abwechslungsreich. Auch bei ihm erfuhren diejenigen Kampfsportler, die 2016 den Kobudo-Lehrgang in Weichs besucht hatten, eine Vertiefung der vor einem Jahr thematisierten Techniken und Übungen, während die Anfänger eine auf den Punkt stimmige Einführung in die grundlegenden Bewegungen erhielten. Da letztere im Kobudo immer auch sehr stark von der optimalen Koordination von Körper und Waffe abhängig sind, verlangten bereits kürzere Sequenzen eine hohes Maß an Konzentration, die sich steigerte, sobald die ersten Partnerübungen mit den Eskrima und später dem Tonfa folgten. Gerade das Tonfa bietet neben schnellen Schwingbewegungen durch das Ein- und Ausdrehen der Waffe auch die Möglichkeit von Wirbel-, Block-, Stoß,- und Schlagtechniken, die vielfältig einsetzbar sind. Dass diese Vielfalt auch sehr komplex und anspruchsvoll ist, erfuhren die Teilnehmer aller Gürtelgrade bei den abschließenden lockeren Kampfübungen, bei denen beide Partner jeweils mit einem Eskrima und einem Tonfa ausgestattet waren. Die Begeisterung aller zeigte, dass Harald Weitmann sowohl die richtigen Inhalte gewählt als auch jeden bei seinem persönlichen Wissensstand und seinen Fähigkeiten abgeholt hatte.

Vielen Dank für einen tollen Lehrgang!

Iai-Do-01.04.17

Kobudo-01.04.17

9. Dan Okinawa-Karate, Ehrung für eine 25jährige Partnerschaft und der erste Dan Iai-Do – der 10. Februar 2017 war in jeder Hinsicht ein besonderer Abend in der Karateschule Weitmann.

 Karate muss man leben“. Mit diesem einfachen Satz, der aber viel mehr beinhaltet – Hingabe, beständige Entwicklung, Verantwortung und Einsatz – verlieh Lothar Sieber im Namen von Idokan Polen (Meijin, 10. Dan Ehrenpräsident von Idokan Polen, im Beisein von Professor Dr. Wojciech Cynarski Präsident von Idokan Polen) Harald Weitmann den 9. Dan Okinawa-Karate.  Dieser vorletzte überhaupt zu vergebende Großmeistergrad ist eine hohe Ehre sowie Würdigung und Auszeichnung des über vier Jahrzehnte andauernden Engagements von Harald Weitmann in den Disziplinen des Karate.

Kampfkünste leben aber auch durch den (internationalen) Austausch der Ausübenden und die Zusammenarbeiten, die daraus entstehen. So verbindet Professor Dr. Wojciech Cynarski vom Idokan Polen eine 25jährige Freund- und Partnerschaft mit den Hauptverbänden unseres Dojos DDBV / DJJR. Für sie wurde er nach einem intensiven und vielseitig ausgerichteten Gasttraining in der Karateschule Weitmann von Lothar Sieber geehrt, was zugleich mit großem Dank an ihn verbunden war.

Der Übergang vom Schüler- in einen Dan-Grad ist das Ende eines Entwicklungsweges und zugleich der Beginn eines neuen. Volker Reich ist seit dem 10.02.2017 1. Dan im Iai-Do, der Kunst des Schwertziehens, und tritt damit in diesen neuen Weg ein.

Allen Geehrten gelten unsere Glückwünsche für ihre Leistungen!

10.02.2017

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News 2016

 

Iai-Do, Kobudo- und Kickboxlehrgang in Weichs 09. April 2016

Der Lehrgangstag begann mit einer Kunst – der „Kunst des Schwertziehens“, Iai-Do. Wie zutreffend diese Bedeutung ist, zeigte Lothar Sieber (10. Dan Jiu-Jitsu, 7. Dan Iai-Do) fortgeschrittenen und noch am Anfang stehenden Teilnehmern eindrücklich, indem er an speziell ausgewählten, auf den Kreis der Anwesenden abgestimmten Zieh- und Schnittübungen die für das Iai-Do essentielle Präzision gepaart mit Körperbeherrschung  demonstrierte. Unter seiner weiteren Anleitung arbeiteten die Teilnehmer konzentriert an den kurzen, in der korrekten Durchführung jedoch komplexen Bewegungsabläufen und konnten danach umso besser einschätzen, welche Leistung hinter dem ersten Dan-Grad im Iai-Do steht, den Anton Spengler in der anschließenden Prüfung erwarb. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Nach einer kurzen Pause begrüßte im Folgenden Harald Weitmann (8. Dan Okinawa-Karate, 5. Dan Kobudo) die anwesenden Kyu- und Dan-Grade zum zweiten Teilbereich des Lehrgangs, dem Kobudo. Anhand einer Einführung in die historische Entwicklung der Waffenkunde im Okinawa-Karate erläuterte er zunächst zentrale Zusammenhänge und akzentuierte die Tatsache, dass Kobudo seit dem Entstehen des Okinawa-Karate einen festen Bestandteil dieses Kampfsystems darstellt. Die folgenden Trainingseinheiten mit Kurzstöcken (Eskrima), die auch im philippinischen Arnis / Kali verwendet werden, sowie dem Tonfa, einer klassischen Waffe des Okinawa-Karate, verlangten neben Links-Rechts-Koordination insbesondere Geschicklichkeit in den Wirbeltechniken und der grundsätzlichen Handhabung der jeweiligen Waffe. Am Ende stand ein lockerer Freikampf, bei dem jeder Partner mit einem Eskrima und einem Tonfa ausgerüstet war. Er überzeugte alle Teilnehmer davon, dass Kampfsequenzen ohne fest vorgegebene Bewegungsabläufe eine hohe Konzentration, Körperbeherrschung und nicht zuletzt Strategie voraussetzen – Eigenschaften, die auch diejenigen besitzen sollten, die sich näher mit Kickboxen befassen, was im letzten Themenbereich des Lehrganges deutlich wurde.

Heiko Hofmann (5. Dan Okinawa-Karate, 4. Meistergrad Kickboxen) hatte ein Übungsprogramm zusammengestellt, das einerseits einen sehr guten Überblick über das vielfältige Portfolio der Techniken bot und andererseits die Schüler- und Dan-Grade zugleich vor wechselnde Aufgaben stellte. Je nach Schwerpunkt galt es Fuß- oder Fausttechniken, gedrehte oder gesprungene Kicks sowie die unterschiedlichen Distanzen (Infight, Halbdistanz, Kickdistanz) an und mit dem Partner umzusetzen. Dabei verdeutlichte die Art des Trainings, wie anspruchsvoll im positiven Sinn Kickboxen sein kann, sowohl in seinen fitnessbetonten Aspekten als auch in der Ausführung seiner kämpferischen Elemente.

Zur großen Freude aller wurden darüber hinaus zum Abschluss des gelungenen Lehrganges zwei neue Graduierungen vorgenommen: Soke Lothar Sieber erhielt von der Shinshinkan World Karate Organization (SWKO) den mehr als verdienten 10. Dan Karate-Do. Die Verleihung erfolgte durch Harald Weitmann in seiner Funktion des Director of Germany der SWKO. Von Lothar Sieber selbst wiederum wurde Heiko Hofmann für sein besonderes und unermüdliches Engagement mit dem 5. Meistergrad im Kickboxen ausgezeichnet. Beiden soll an dieser Stelle nochmals ganz herzlich gratuliert werden!

Außerdem gilt unser großer Dank den OrganisatorInnen des Lehrganges – es war einfach mal wieder super!

Dr. Nicola Ettlin

Weichs LG 09.04.16

Weichs Iai-Do

Weichs Dan SWKO

Weichs Dan

Karate-Workshop für Kinder vom Förderverein Hülben

Karate – was ist das eigentlich genau? Diese Frage beschäftigte am 05. März 2016 einundzwanzig Grundschüler der Klassenstufen eins bis vier aus Hülben.

Hanshi Harald Weitmann beantwortete sie in einem rund zweistündigen Workshop auf vielfältige Art und Weise, denn Karate für Kids ist alles, nur nicht langweilig. So wechselten sich kleine Theorieeinheiten über Geschichte und den philosophischen Grundgedanken des Nicht-Kämpfens mit aktiven Elementen wie Seilhüpfen, Ballspielen sowie Aufwärm- und Dehnübungen zur Einübung von Koordination und Beweglichkeit ab. Grundübungen mit den Fäusten, spielerisches Pratzentraining und eine Vorführung der ersten beiden Katas (Taikyoku-Shodan, Haian-Shodan) durch Mathis und Daniel beide bereits Schüler der Karateschule Weitmann – bildeten den Abschluss eines Nachmittages, den spannende Einblicke ins Karatetraining, viel Spaß und eine aufmerksame und sehr engagierte Kindergruppe auszeichneten.

Hülben 05.03.2016

Fitness und Kampfsport – NEUfit und Karateschule Weitmann unter einem Dach

Am 29. Februar ist es soweit: Die Karateschule Weitmann zieht ins NEUfit unter das Dach von Rainer Schaub. Dies bedeutet die Fortführung einer bewährten Partnerschaft, denn bereits von 1993 bis 1998 trainierten die Mitglieder der Karateschule Weitmann am Spadelsberg. Nun startet 2016 eine erneute und für alle Trainierenden interessante Kooperation: Sowohl die Mitglieder des NEUfit als auch diejenigen der Karateschule können nun jeweils beide Trainingsangebote nutzen – eine optimale Verbindung aus Fitness und Kampfsport. Spannende Angebote also, über die Sie sich unter www.neufit.de sowie www.karateschule-weitmann.de informieren können. Wir freuen uns über Ihren Besuch!

NEUfit

News 2015

Jubilare 2015

Das Dojo-Abzeichen in Bronze für 15jährige Mitgliedschaft wurde am 26. Juni 2015 an Brakmann Marc, Zeh Christian, Brunzendorf Robin verliehen.

Das Dojo-Abzeichen in Silber für 20jährige Mitgliedschaft wurde am 26. Juni 2015 an Henzler Ingo verliehen

Zum Sempai erhoben wurde am 26.06.2015

Nicola Ettlin

Jubilare_2015

Iai-Do-Lehrgang am 25. April 2015 in der Karateschule Weitmann

Kata sowie Zieh- und Schnittübungen bilden den Hauptbestandteil des Iai-Do, können jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunkten unterrichtet und ausgeübt werden, wobei Harmonie der Bewegungen gemeinsam mit Genauigkeit der Schwerthandhabung das alles verbindende Element darstellen.

Dieses Grundverständnis war während des Lehrgangs am 25. April bei den Unterrichtseinheiten von Lothar Sieber (7. Dan Iai-Do ) und Harald Weitmann (4. Dan Iai-Do) kontinuierlich spürbar.

So gewann die Einsteigergruppe unter der Leitung von Harald Weitmann neben ersten Eindrücken und technischen Erfahrungen auch einen Gefühl für die Herausforderungen des Iai-Do, die in der Perfektionierung der Abläufe, aber auch in dem flüssigen Spiel zwischen den schnellen und langsameren Übergänge des Ziehens und Schneides liegen.   

Lothar Sieber thematisierte zeitglich in der Gruppe der Fortgeschrittenen immer wieder vorkommende Abfolgen des Schwertziehens, die Rückwärts-, Vorwärts- und Seitwärtsbewegungen mit unterschiedlichen Schnitten kombinierten. Darüber hinaus widmete er sich den zehn zentralen Kata des Iai-Do, wobei ihm Christian Brandt (3. Dan Iai-Do), Heiko Hofmann (4. Dan Iai-Do) assistierten. Gerade in der Kata zeigte sich auf beeindruckende Weise, wie „Die Kunst des Schwertziehens“ zum Leben erweckt werden kann, indem man bestehende Abläufe interpretiert, fließend auf- und auseinander folgen lässt und dadurch als Ausübender – trotz fester Verwurzelung in den tradierten Formen – zu seinem eigenen Stil zu finden vermag. Ob dieser, wie oben bereits angedeutet, den Schwerpunkt auf den meditativen Aspekt des Iai-Do legt, der in sich ruhend das Schwert als Begleiter zur inneren Persönlichkeitsbildung und äußeren Perfektion begreift oder eher auf der aktiv-schnellen Durchführung der Techniken basiert, die dem Erbe des Kämpferischen entspricht, bleibt, so Lothar Sieber, letztendlich dem Ausübenden überlassen. Das eigentlich Faszinierende liegt ohnehin im Entdecken der einzelnen Facetten während des individuellen Entwicklungsweges, auf den man sich mit einer gewissen Geduld und in der Tiefe einlassen sollte; denn das Wesen und das Wertvolle des Iai-Do findet man nicht an der Oberfläche.

Iai-Do LG 25.04.2015

 

Ruykyu Kempo Karate

Nils Scheiring zu Gast in der Karateschule Weitmann

Ruykyu Kempo Karate war über Jahrhunderte ein zentraler Bestandteil der Kampfkunsttradition auf Okinawa und fungiert bis heute als essentielles Bindeglied zwischen den anderen aus Okinawa stammenden Karate-Stilen, da es sich auf die in den Katas verschlüsselten Selbstverteidigungstechniken konzentriert. Hierbei ist vor allem entscheidend, weitgehend unabhängig von Faktoren wie Muskelkraft und Größe agieren zu können; ein Anspruch, den Ryukyu Kempo durch seine Bestandteile Kyusho Jitsu („Die Kunst der Vitalpunkte“) sowie Tuite („Die Kunst der greifenden Hand“) umsetzt. Die Kontrolle des Gegners durch die Manipulation der Vitalpunkte (Kyusho) und gleichzeitiger bzw. darauf aufbauender Gelenkhebel (Tuite) erlaubt eine Selbstverteidigung mit minimalem Kraftaufwand bei gleichzeitig hoher Effektivität. Dies zeigte Nils Scheiring – 4. Dan Ryukyu Kempo, Instructor für Kyusho Jitsuam 20. März 2015 eindrucksvoll als Gasttrainer in der Karateschule Weitmann. Seine Einführung der Kyu- und Dan-Grade in die Grundlagen des Kyusho sowie des Tuite war ein faszinierender Blick in die alte und zugleich so aktuelle Kunst des Ruykyu Kempo Karate. Vielen Dank dafür.

Dojo Nils

 

Karatelehrgang des DDBV in Neuffen

Eines der Grundanliegen des Deutschen Dan-Träger und Budo-Lehrer Verbandes ist eine hohe Qualität der Lehrtätigkeit an denjenigen Schulen, deren Dan-Träger dem DDBV angeschlossen sind. Dieser Qualitätsanspruch beschränkt sich jedoch nicht nur auf das ausschließliche Vermitteln des eigenen, jeweils gewählten Hauptstiles, sondern will zugleich die Vielfältigkeit des gesamten Systems Karate erfahrbar machen.

Welcher Vorteil in diesem letzteren Verständnis liegt, zeigte sich am 07. März 2015 beim Karatelehrgang in Neuffen, den der DDBV in Kooperation mit der Karateschule Weitmann ausrichtete. Die drei Referenten Harald Weitmann (8. Dan Okinawa-Karate), Andree Kielholtz (7. Dan Goju-Ryu- / Okinawa-Karate) und Christian Brandt (4. Dan Jiu Jitsu / Jiujitsu-Karate & Zen-Do-Karate) hatten ihr Programm aufgrund eines neu entwickelten Konzeptes erarbeitet, das die unterschiedlichen Stile – Shotokan-Karate, Okinawa-Karate, Goju-Ryu und Zen-Do-Karate – nicht mehr in einzelnen, aufeinander folgenden Trainingssequenzen darstellte. Stattdessen wurden grundlegende Techniken der Stilarten im direkten Vergleich demonstriert, was sowohl ihre Übereinstimmungen als auch ihre spezifischen Eigenarten aufzeigte. Die sofort folgenden Übungseinheiten gaben den teilnehmenden Dan-Trägern und Kyu-Graden die Möglichkeit, sich direkt mit den für sie ungewohnten bzw. andersartigen stilistischen Ansprüchen zu befassen. Zugleich entstanden Diskussionsansätze, die sich mit der Durchführbarkeit, der Effizienz und auch dem gegenseitigen Optimieren beschäftigten – bei allem gebotenen Respekt vor der Entwicklungsgeschichte des Einzelstiles. Auf diese Weise tauschten sich alle Teilnehmer intensiv aus und profitierten vor allem in einem abschließenden Partnerkampf voneinander.

Die positive Resonanz aus dem Kreis der anwesenden Kampfsportler spricht für die Anwendbarkeit und den Sinn des neuen Referentenkonzeptes bei zukünftigen, entsprechend konzipierten Lehrgängen. Zusätzlich zeigte sich zum wiederholten Mal der Wert jener „Weisheit der Vielen“, bei der es ausdrücklich nicht darauf ankommt, die Kampfstile zu bewerten, sondern auf Augenhöhe zu lernen und dadurch einen guten und anwendbaren Weg für Schülergrade sowie Dan-Träger zu finden.

DDBV-LG Neuffen 2015

 

Professor Dr. Wojciech Cynarski zu Gast in der Karateschule Weitmann

Eine der Grundvoraussetzungen für Lebendigkeit, Aktualität und Dynamik in der Lehre sowie der Weitergabe verschiedener Kampfkünste ist der Wissensaustausch zwischen den Ausübenden; sowohl zwischen Schulen als auch auf Landes-, Bundes- oder internationaler Ebene.

Der DJJR und mit ihm die Karateschule Weitmann pflegen gemäß dieser Überzeugung seit vielen Jahren den Kontakt zu anderen Kampfsportlern, wodurch unter anderem eine enge Partnerschaft mit dem Idokan Polen entstand. Am 13. Februar 2015 spiegelten sich diese freundschaftlichen Beziehungen im zweiten Besuch von Prof. Dr. Wojciech Cynarski (10. Dan Judo-Do) in der Karateschule Weitmann wider, den er mit seinem Deutschlandaufenthalt in München bei Soke Lothar Sieber verband. Wojciech Cynarski, der seit über 20 Jahren vor allem für die Verbreitung des Judo-Do in Polen extrem engagiert ist, unterrichtete einen Abend lang die verschiedenen Schüler- und Dan-Grade unseres Dojos im Zen-Do-Karate, um einerseits einen Eindruck dieses Stiles zu vermitteln und andererseits die wichtigsten Unterschiede zum (Okinawa-)Karate aufzuzeigen. Nach einigen Vorübungen zur Lockerung und Fokussierung der Teilnehmer ging er auf mehrere Blocktechniken gegen Faustangriffe ein, die er nach kleineren Übungseinheiten aneinanderreihte und schließlich mit Kontern verband, die den Angreifer zum Teil in die Bodenlage brachten. Durch die variierende Ausgangshaltung im Verhältnis zum Shotokan-Karate oder dem Okinawa-Karate, die die bevorzugte Technikseite des Ausübenden betont und nach vorne stellt, werden vor allem die genannten Reihungen von Aktion und Reaktion unterstützt, so dass sich ein sehr flexibles Repertoire an Kontermöglichkeiten auf unterschiedlichste Angriffe eröffnet. Für uns Angehörige der Karateschule Weitmann ergaben sich daraus interessante Anregungen, die in das weitere Training einfließen werden.

Besonders freuen wir uns aber mit Wojciech Cynarski über seine Ernennung zum 8.Dan Zen-Do-Karate, die Lothar Sieber (10. Dan Zen-Do-Karate) nach Abschluss des Trainings vornahm.

Eine nochmalige herzliche Gratulation der Karateschule Weitmann und vielen Dank für den gemeinsamen Abend!

Wojicech2015

News 2014

Zweiter Kobudo-Abend in der Karateschule Weitmann am 17.10.2014

Bereits am Ende des ersten Kobudo-Abends im Juli hatten die Mitglieder der Karateschule Weitmann den Wunsch geäußert, Andree Kielholz (7. Dan Okinawa-Karate) zu weiteren Trainings einzuladen und auf diese Weise eine thematische Reihe zu beginnen, die ihre jeweiligen Schwerpunkte auf die Handhabung der traditionellen Waffen des Okinawa-Kobudos ausrichtet. Umso größer war die Freude, dass der nächste Termin am 17.10.2014 stattfinden konnte und wir Andree und seine Ehefrau Jasmin erneut in unserem Dojo begrüßen durften. Diesmal stand der Bo im Mittelpunkt der Ausführungen, die vor allem durch Elemente des Hokama-Kobujutsu geprägt waren.

Um sie in verschiedenen Übungsformen umzusetzen, bedurfte es einer entsprechenden Vorbereitung durch aufwärmende und dehnende Bewegungsabläufe, die jeweils mit dem Langstock absolviert wurden. Ihnen schloss sich das Erlernen der Bo-Kihon Ichi an, die grundlegende Blocktechniken gegen verschiedene Angriffsarten zusammenfasst und ein Gefühl dafür vermittelt, dass die Flexibilität des Bos stark von der Führung der Hand an der Waffe sowie der Interaktion zwischen Langstock und Körper abhängig ist. Sobald die aufeinanderfolgenden Abläufe von den teilnehmenden Schülern und Dan-Graden nachvollzogen werden konnten, demonstrierten Andree und Jasmin diese in der konkreten Anwendung (Bunkai). Sie bedeutete eine erneute Verfeinerung der eingeübten Techniken, denn nun fanden sich die Teilnehmer zu Trainingspaaren zusammen und erprobten die Wirksamkeit der übermittelten Abwehrschläge und -blöcke, indem ein Partner als Angreifer fungierte, während der andere quasi die Kihon zur Abwehr und als Konter absolvierte. Schon durch diese grundlegenden Aspekte wurde die Komplexität des Kobudo zum zweiten Mal spürbar und faszinierte umso mehr durch den fachkundigen Unterricht von Andree Kielholz.

Wir danken ihm erneut für die Gestaltung des Abends – und hoffen natürlich sehr auf einen Teil drei.

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Kobudo-Abend Teil eins in der Karateschule-Weitmann am 11.07.2014

Das Abendtraining der Karateschule-Weitmann wartete am Freitag, den 11.07.2014 mit einer sehr interessanten Übungseinheit im Kobudo auf, die  Andree Kielholz 7.Dan Okinawa Karate  in guten eineinhalb Stunden bei uns im Dojo gestaltete. Das von ihm ausgearbeitete Programm war durch die Arbeit mit dem Tonfa – einer der klassischen Waffen des Okinawa-Karate – geprägt. Aufgrund der unterschiedlichen anwesenden Gürtelgrade und Altersstufen (Erwachsene und Jugendliche) startete er zunächst mit Grundlagen der Handhabung, die jedoch schnell in koordinativ anspruchsvolle Bewegungskombinationen übergingen, an denen auf beeindruckende Weise klar wurde, wieviel Geschicklichkeit und vor allem Übung notwendig ist, um ein Tonfa wirklich zu beherrschen. Ebenfalls beeindruckend waren darüber hinaus die vielseitige Anwendbarkeit sowie der „Verstärkungsaspekt“ gängiger Karate-Techniken und Hebel durch den Einsatz des Tonfa. Beides konnten die Anwesenden innerhalb kurzer Bewegungsabläufe mit dem Partner testen, der zum einen mit Griffen an Handgelenk und Tonfa selbst, zum anderen aber auch mit dem Eskrima angriff. Die möglichen Abwehrreaktionen erweiterten das bisherige Spektrum des Tonfa-Einsatzes um den Selbstverteidigungsaspekt und waren zugleich der Abschluss eines Abends, der durch konzentrierte und intensive Arbeit, aber auch durch einen Referent geprägt war, der uns durch seine Meisterschaft im Kobudo, durch die Qualität seines Unterrichtes und zugleich seinen Humor begeistert hat. Vielen Dank an Andree – wir würden uns sehr über eine Fortsetzung dieses Abends in der Zukunft freuen.

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Selbstverteidigungslehrgang des DJJR in Weilheim (Obb.) am 28. Juni 2014

Ein akut (lebens-) bedrohlicher Angriff – so ließe sich in aller Kürze eine Situation beschreiben, in der Selbstverteidigung notwendig und gerechtfertigt ist. Sie schließt per se vor allem zwei Dinge aus: zögerliches Agieren und ineffektive Techniken. Vielmehr gilt es, ein Repertoire schnell ausführbarer und wirksamer Kontermöglichkeiten bereit zu haben, um variabel auf unterschiedlichste Attacken reagieren zu können. Diese Vielfalt erreicht man jedoch nur, wenn man auf die Erfahrungen aus verschiedenen Kampfkunstsystemen zurückgreift und sie entsprechend einsetzt.

Genau dieses Ziel verfolgte der SV-Lehrgang am 28. Juni 2014 in Weilheim, zu dem der DJJR und die Abteilung Jiu-Jitsu / Shaolin Tempel-Boxen des TSV 1847 Weilheim e.V. unter der Leitung von Thomas Gerold (6. Dan Jiu-Jitsu / 1. Kampfdan Tempel-Boxen) geladen hatten. Bereits der ersten Übungseinheit lag ein sehr zentrales Thema zugrunde: Abwehrtechniken gegen Kontaktangriffe. Sie fand unter der Leitung von Hannelore Sieber (9. Dan Jiu-Jitsu / 7. Dan Zen-Do-Karate) statt, die mehrere „typische“ Attacken / Festhaltegriffe sowie die Befreiung aus ihnen demonstrierte. Letzterer folgten jeweils eine oder mehrere Reaktionsoptionen, um den Kampf zu den eigenen Gunsten zu beenden. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf Kontern, die auch bei körperlicher Unterlegenheit durchführbar sind, so z.B. in Folge von Umklammerungen des Körper sowie der Handgelenke oder bei Angriffen von hinten.

Diesem ersten Trainingsabschnitt schlossen sich einige Grundlagenübungen der im Karate gängigen Schlag-, Stoß- und Tritttechniken an, die Harald Weitmann (8. Dan Okinawa-Karate / 5. Dan Kobudo) referierte. Direkt nach der Einübung einer sauberen und kontrollierten Ausführung erfolgte die Umsetzung der einzelnen Aktionen in Kampfsituationen. Mittels Pratzentraining und durch Übungen mit dem Partner erhielten die Teilnehmer nicht nur ein Gefühl für die eigene Schnelligkeit und Schlagkraft, sondern auch für die Feinheiten der Durchführung, die eine Technik erst wirklich effektiv machen – abseits eines rein kraftbasierten Vorgehens.
Nach einer Mittagspause, in der alle mit Getränken, belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen verwöhnt wurden (vielen Dank an die Mitwirkenden!), stand der Lehrgangsnachmittag unter der Prämisse des Übergangs in die Bodenlage und des Bodenkampfes. Thomas Gerold leitete die jeweiligen Kampfaktivitäten mit Elementen aus dem Tempel-Boxen ein, überführte diese dann aber zumeist in Techniken, mit deren Hilfe der Gegner zu Boden gebracht werden konnte, wie z.B. das Wegziehen eines Beines, Fege- und Rammtechniken im Beinbereich oder Schulterwürfe. Natürlich muss auch jederzeit damit gerechnet werden, dass der Gegner den eigenen Angriff kontert und man sich selbst in der ungünstigen Bodenlage wieder findet. Dieser Situation zu begegnen und den Nachteil möglichst in einen erneuten Vorteil zu verwandeln, war ein weiterer Teil der Ausführungen.

Auf diese Weise wurde ein perfekter Übergang zur letzten Übungseinheit des Lehrganges geschaffen, in der Don Felix Ryzek (2. Dan Judo / BJJ-Wolfpack Jujitsu) zunächst Geschicklichkeits- und Beweglichkeitsübungen zur Vorbereitung auf das eigentliche Training – den reinen Bodenkampf – durchführte. Bereits an ihnen wurde klar, wie kräftezehrend Aktionen auf dem Boden sind und wie essentiell Wendigkeit, Koordination, technische Perfektion und gezielter Krafteinsatz sind, um einen entsprechenden Kampf für sich zu entscheiden. Die folgenden, ebenfalls auf Selbstverteidigung ausgerichteten Bewegungsabläufe zeigten den Teilnehmern Befreiungsmöglichkeiten auf, wenn der Gegner bereits halb oder ganz den eigenen Körper durch sein Gewicht niederdrückt bzw. auf ihm liegt.

Nach dieser sehr interessanten Einheit, die einem Großteil der anwesenden Kampfsportler neue Aspekte des Bodenkampfes aufzeigte, endete der gelungene, konzeptionell durchdachte Lehrgang mit einem besonders freudigen Ereignis: Thomas Gerold wurde aufgrund seiner langjährigen Aktivitäten und Erfolge in den Disziplinen des Budo der 7. Dan Jiujitsu-Karate vom ersten Vorsitzenden des DJJR-Großmeisterkollegiums Lothar Sieber (10. Dan Jiu-Jitsu / Zen-Do-Karate [Soke]) verliehen. Wir beglückwünschen Thomas Gerold herzlich und danken allen Lehrgangsorganisatoren und Mitwirkenden.

28.06.2014_Weilheim_Obbay

Referenten LG Weilheim 2014

 

Iai-Do-Lehrgang am 05. April 2014 in der Karateschule Weitmann

Jede Kunst lebt u.a. durch zwei wichtige Gesichtspunkte: die Gesamtheit der Wirkung einerseits, aber auch die Stimmigkeit selbst des kleinsten beteiligten Details andererseits. Besteht Ausgewogenheit zwischen beiden Bereichen folgen sie natürlich auseinander und ergänzen sich gegenseitig. Dies gilt auch für Iai-Do, das nicht umsonst die Kunst des Schwertziehens bedeutet.

Gemäß diesem Verständnis wählte Lothar Sieber (7. Dan Iai-Do) die Übungen für den traditionell im April in der Karateschule Weitmann in Neuffen stattfindenden Iai-Do-Lehrgang aus. Unter seiner Leitung befassten sich die Teilnehmenden verschiedenster Entwicklungsstufen zunächst mit den grundlegenden Techniken, die unerlässlich für jede weiterführende Handhabung des Katana selbst, aber auch für die weiteren, komplexeren Bewegungsfolgen des Iai-Do sind. Dabei galt es für die fortgeschrittenen Ausübenden, diese Techniken weiter zu verfeinern, während denjenigen, die erst jüngst mit Iai-Do begonnen haben, die zentrale Bedeutung der erläuterten Einzelheiten bewusst wurde: das korrekte beidhändige Halten des Schwertgriffes mit der gegengleichen Druckbewegung, die ein erfolgreiches Arretieren jeder ausgeführten Schnitttechnik erst ermöglicht, der richtige Ansatz eines geraden oder leicht nach oben gerichteten Stiches nach vorne, die präzises Einhaltung der unterschiedlichen Schnitthöhen sowie die Arbeit des Körpers um eine flüssige Bewegungsabfolge zu gewährleisten. Nach der Erläuterung und Demonstration dieser Aspekte, bei denen Lothar Sieber von seinen Assistenten Christian Brandt (2. Dan Iai-Do), Harald Weitmann (4. Dan Iai-Do), Heiko Hofmann (4. Dan Iai-Do) und Thomas Wolfer (4. Dan Iai-Do) unterstützt wurde, ging er im zweiten Lehrgangsteil dazu über, einzelne Kata des Iai-Do zu analysieren, um sie anschließend wieder zusammenzusetzen und mit den Erfahrungen des ersten Abschnitts zu jener Gesamtwirkung zu verbinden, die die Kunst des Schwertziehens ausmacht und doch auf der Perfektion kleinster Details beruht.

Iai-Do LG 05.04.2014

 

Prüfung zum Shō-Dan am 05. April 2014

Ein langer Entwicklungsweg von jeweils deutlich über einem Jahrzehnt liegt hinter den Prüflingen, die sich am 05. April 2014 ab 11:00 Uhr der Prüfung zum Shō-Dan im Okinawa-Karate und Karate-Do stellten.

Den Prüfungsvorsitz hatte Lothar Sieber (10. Dan Jiu-Jitsu und Zen-Do-Karate sowie 8. Dan Okinawa-Karate) inne, die Leitung der Prüfung lag bei Harald Weitmann (8. Dan Okinawa-Karate) und Heiko Hofmann (5. Dan Okinawa-Karate) fungierte als drittes Mitglied der Prüfungskommission. Das verlangte Programm setzte sich aus Kata, Kihon, Selbstverteidigung, Techniken aus der und in die Bodenlage, Pratzentraining, der Demonstration zweier Waffen, dem Kampf gegen einen sowie dem Kampf gegen zwei Gegner, Abhärtung und theoretischen Fragen zusammen. Zur Freude aller bestanden Marcel Kreuzwieser, Davoud Sharifi-Sazgar und Nicola Ettlin ihre Prüfungen und wurden mit dem Shō-Dan im Okinawa-Karate (Marcel Kreuzwieser und Nicola Ettlin) bzw. dem Shō-Dan im Karate-Do (Davoud Sharifi-Sazgar) graduiert.

Während Davoud Sharifi-Sazgar in Thomas Gerold einen hervorragenden Trainer und Partner bei seinen Selbstverteidigungs- und Kampfsequenzen hatte, gilt der Dank der neuen Dan-Träger der Karateschule Weitmann ihren Trainern Harald Weitmann, Heiko Hofmann, Thomas Wolfer, Ingo Henzler und Dietmar Schulz. Sie haben über viele Jahre unermüdlich und mit großem persönlichem Engagement ihr Wissen weitergegeben und dadurch den erreichten Titel erst ermöglicht.

Ein ebenso großer Dank gilt zugleich den Partnern der jüngst Graduierten, Uwe Blind und Robin Brunzendorf für ihre tolle Unterstützung und ihren Einsatz, der maßgeblich zum guten Gelingen der Prüfung beigetragen hat.

Zuletzt ein herzliches Dankeschön an alle, die mit gefiebert, Daumen gedrückt und immer wieder ermunternde Worte gefunden haben.

05.04.2014_Erw-Dan

 

VfB Neuffen Fussball Herren A&B Jugend war am 26.02.2014 zu Gast in der Karateschule Weitmann in Neuffen zur realen Selbstverteidigung.

VfB-Neuffen_2014

 

TSV Kohlberg  Fussball 1.Mannschaft Herren war am 06.02 und am 20.02.2014 zu Gast in der Karateschule Weitmann in Neuffen zur realen Selbstverteidigung, Budo Waffen und zum Kickboxtraininig.

TSV-Kohlberg_2014